Phasen einer Beziehung

Sind die Phasen einer Beziehung ein Naturgesetz?

Frisch Verliebte möchten am liebsten die ganze Welt umarmen.

Alles ist wundervoll, von phasenweisen Problemen wollen sie noch nichts wissen.

Paartherapeuten und Wissenschaftler sind sich einig, dass es in der Beziehung verschiedene Abschnitte gibt, die es zu meistern gilt, soll eine Liebe auf Dauer Bestand haben.

Nur, wie viele Phasen es genau gibt, darüber streiten die Experten.

Einige sprechen von neun, andere von sechs und wieder andere von fünf Phasen einer Beziehung.

Welche Beziehungsphasen sind existenziell, wie lange dauern die Phasen einer Beziehung und was kann ein Paar unternehmen, um bestimmte Phasen am Anfang einer Beziehung zu überspringen?

Oder sind die einzelnen Abschnitte einer Partnerschaft ein unvermeidliches Naturgesetz?

Finden wir es heraus was diese Phasen sind und wie du eine gesunde Beziehung führen kannst.

Diverse Frauenmagazine verwalten Beziehungs- und Liebeskummer-Ratgeber im Netz.

Die Autoren solcher Ratgeber sprechen von fünf beziehungsweise sechs Phasen einer Beziehung.

Die Texte selbst sind nicht besonders umfangreich und bieten keine wirkliche Hilfe bei Fragen rund um die Partnerschaft.

Aber sie schaffen Aufmerksamkeit und ein solides Grundverständnis.

Frischverliebte Paare benötigen keine Ratgeber und sind in der ersten Zeit für Ratschläge immun.

Erst, wenn die rosarote Phase durchlebt ist und abklingt, hinterfragen die Partner, ob ihre Beziehung auch dem Alltag standhält.

Dann erkundigen sich junge Frauen gern bei ihren besten Freundinnen oder im Internet.

Junge Männer hingegen holen sich bei ihren Kumpels Rat, sobald Fragen auftauchen, die es zu klären gilt.

 

Wie lange dauern die Phasen einer Beziehung?

Die erste Liebe kann so schnell vergehen wie sie gekommen ist.

Selten entsteht aus einer Jugendschwärmerei eine dauerhafte Beziehung, die ein Leben lang hält.

Wenn von Anfang an alles passt, kommt auch das vor.

Doch Jugendliche verlieben sich schnell, sie probieren sich noch aus, sind neugierig und tasten sich erst langsam an den Ernst des Lebens heran.

Die Erziehung, der Umgang in der Familie, das Geschlecht und die eigene Persönlichkeit spielen eine große Rolle, wie viele Menschen unseren Weg kreuzen, bis es zu einer echten festen Partnerschaft kommt.

Die sexuelle Neigung ist bei der Klassifizierung der Beziehungsphasen unerheblich.

Heterosexuelle Paare berichten von den gleichen Problemchen wie homosexuelle Paare.

Auch das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Laut den bekannten Frauenmagazinen gibt es folgende Phasen einer Beziehung:

1. Verliebtheitsphase
2. Ernüchterung
3. Kampfphase
4. Entscheidungsphase
5. Sicherheitsphase

Schafft es ein Paar bis in die letzte Beziehungsphase der Liste, steht einer harmonischen Partnerschaft auf lange Sicht nichts mehr im Wege.

Was bedeuten nun die einzelnen Phasen?

Kurz erklärt: Am Anfang jeder Beziehung steht die Verliebtheitsphase, bei der keinerlei Fehler bemerkt werden und jede kleine Marotte als liebenswert verklärt wird.

Die Ernüchterung folgt, wenn die Marotten des Partners anfangen zu nerven.

In der Kampfphase geht es darum, wer in der Beziehung „die Hosen anhaben“ soll.

Dieser Punkt wird in der Entscheidungsphase bestimmt.

In der Erkenntnisphase besinnen sich beide Partner auf ihre Gemeinsamkeiten und die Sicherheitsphase ist von Vertrauen geprägt.

Spätestens jetzt entsteht der Wunsch zu heiraten oder für immer zusammenzuleben.

Zwischen den einzelnen Phasen können Wochen, Monate oder sogar Jahre liegen.

Die Phasen einer Beziehung aus wissenschaftlicher Sicht

Etwas ausführlicher und wissenschaftlicher beleuchtet der 2014 verstorbene Paartherapeut Roland Weber die verschiedenen Phasen einer Partnerschaft von Anfang bis Ende.

Wobei es natürlich das Ziel eines Paartherapeuten ist, das Ende zu vermeiden und die Beziehung zu retten.

Doch manchmal ist es für alle Beteiligten besser, eine unbefriedigende Partnerschaft zu beenden als sie krampfhaft fortzusetzen.Phasen einer Beziehung

Seine Schriften und Publikationen zum Thema Partnerschaft und Beziehung sind im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt.

„Wenn die Liebe Hilfe braucht“ behandelt beispielsweise die klassischen Stolpersteine und Beziehungskiller und gibt Hilfestellungen, um diese zu vermeiden.

Der Ratgeber hilft aber auch, richtige Entscheidungen zu treffen, wenn die Liebe nicht mehr zu retten ist.

Wer jedoch weiß, wie eine Beziehung aufgebaut ist und wie die Phasen am Anfang einer Beziehung ablaufen, kann seine eigene Partnerschaft einschätzen, hinterfragen und im Bedarfsfall verbessern.

Es klingt hochtrabend, sich als Partnerschaftsexperte zu bezeichnen, nur weil man einen Ratgeber gelesen hat.

Doch es ist hilfreich Bescheid zu wissen, damit man nicht in ein tiefes Loch fällt, wenn die eigene Beziehungsmakulatur Risse bekommt.

Und es ist beruhigend zu wissen, dass es allen anderen Menschen ähnlich ergeht, sobald die berühmten Schmetterlinge im Bauch aufhören zu flattern.

Die Phasen einer Beziehung treffen in jedem Lebensabschnitt zu.

Verlieben sich ältere Menschen, können sie aufgrund ihrer Lebenserfahrung einige Teil-Phasen überspringen oder verkürzen.

9 Teil-Phasen einer Beziehung – Augen zu und durch?

1. Die große Verliebtheit
2. Das große Erwachen
3. Kleine Stolperer
4. Unterschiedliche Erwartungen
5. Änderungs- und Erziehungsversuche
6. Kompromisse helfen
7. Die großen Zweifel
8. Die große Erkenntnis
9. Zufriedenheit und Sicherheit

Man kann es drehen und wenden, wie man will – die verschiedenen Phasen einer Beziehung greifen ineinander über.

Einige lassen sich splitten, sezieren und dehnen.

Doch es bleibt bei den fünf Haupt-Phasen einer Beziehung, wie bereits eingangs benannt.

Diese wissenschaftlich belegten fünf Phasen einer Beziehung nehmen wir etwas genauer unter die Lupe.

Vorher möchten wir erklären, was der Begriff Beziehung überhaupt bedeutet.

Mit diesem einen Wort wird die Verbindung zwischen zwei oder mehreren Personen auf sozialer Ebene bezeichnet.

Bei einer Partnerschaft wird der Begriff Beziehung mit Liebesbeziehung gleichgesetzt. Mit der Liebe fängt alles an.

Kleine und große Probleme kommen später hinzu.

Diese verleihen einer Beziehung erst die richtige Würze.

1. Die Phase der Verliebtheit

In dieser Phase verklärt eine rosarote Brille den Blick auf den geliebten Partner.

Verantwortlich für diese Beziehungsphase ist ein erhöhter Serotoninspiegel.

Die Verliebten selbst können nichts dafür, denn die Hormone haben die Kontrolle übernommen, vor allem das Glückshormon Dopamin.

Keiner möchte auch nur eine Minute ohne den anderen verbringen, jede Kleinigkeit muss zusammen erlebt werden, man schwebt auf Wolke sieben, findet alles toll und der Sex ist sensationell.

So oft wie in der Verliebtheitsphase haben Sie nie wieder Sex in der darauf folgenden Beziehung, also genießen Sie diese Zeit.

Evolutionsbedingt sollen sich die Menschen in dieser Phase fortpflanzen.

Moderne Verhütungsmittel lassen diese Phase meist ohne den von der Natur geforderten Nachwuchs ausklingen.

Die Verliebtheitsphase dauert etwa drei bis 18 Monate.

Sie endet nicht von heute auf morgen sondern schleicht langsam aus.

Für einige Paare endet mit dieser ersten Phase auch die Partnerschaft.

Was sehr schade ist, denn sie erfahren nie, ob die Beziehung dauerhaft eine Chance gehabt hätte und ob aus ihre eine tiefe Liebe entstanden wäre.

Wer sich für immer in der Verliebtheitsphase befinden möchte und sich nach ihrem Abklingen sofort in die nächste Affäre stürzt, wird von Therapeuten beziehungsunfähig genannt.

Dieses Phänomen ist bei Männern häufiger als bei Frauen zu beobachten.

2. Die Phase der Erkenntnis

Nachdem die Schmetterlinge im Bauch verschwunden sind, beginnt das Nachdenken.

In der Übergangsphase werden noch tiefe Gespräche geführt, die Verliebten gehen zärtlich miteinander um.

Jetzt lernen sich die Partner erst richtig kennen.

Es kommt alles auf den Tisch: die Familie, Ex-Partner, Jugendsünden, die Arbeit, die Lebensziele.

Langsam manifestiert sich die Idee, dass aus der anfänglichen Verliebtheit eine dauerhafte Liebesbeziehung heranreifen könnte.

Wenn, ja wenn da nicht die ein oder andere Macke wäre, die man vorher nicht bemerkt hat.

Diese Phase ist wichtig für das Fortbestehen der Beziehung.

Jeder für sich denkt darüber nach und prüft, ob die Lebensziele miteinander übereinstimmen und ob die unterschiedlichen Gewohnheiten ohne größere Konflikte beibehalten werden können.

Dieser Prozess dauert etwa so lange wie die Verliebtheitsphase.

Weil viele Paare das Ende der Verliebtheit und die Phase der Erkenntnis mit dem Ende der Liebe verwechseln, denken einige darüber nach, sich zu trennen.

Dabei fängt die Liebe jetzt erst an und muss sich im Alltag beweisen.

Wenn weiterhin alles passt, sorgen die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin für Zuversicht und den Wunsch, dauerhaft miteinander zu leben.

Zukunftspläne werden geschmiedet, eine gemeinsame Wohnung wird gesucht.

Junge Paare planen jetzt Nachwuchs oder sprechen zumindest über ihren Kinderwunsch.

3. Die Phase des Kampfes

Nein, in dieser Phase wird nicht körperlich gekämpft.

Dieser Beziehungsabschnitt folgt dicht auf die ersten beiden Phasen einer Beziehung, ist von kleineren Stellungs- und Machtkämpfen geprägt und erinnert entfernt an die Trotzphase im Kleinkindalter.

Wer behält die Oberhand, wer setzt sich durch?

Kommen die beiden Liebenden auf einen gemeinsamen Nenner und können Kompromisse schließen?

Denn die Erkenntnis, dass sich ein Erwachsener Mensch nicht nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen umerziehen lässt, kann schmerzlich sein.

Den Idealpartner gibt es nicht. Das wäre ja auch zu langweilig.Phasen einer Beziehung

Manchmal nerven nur die berühmte offene Zahnpastatube oder der nicht geschlossene Toilettendeckel.

Kleine, liebenswerte Marotten aus der Verliebtheitsphase bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Viele Beziehungen scheitern in dieser Phase auch an Verlustängsten, Vorwürfen und Eifersüchteleien.

Hat nicht die Mutter immer vor diesem Menschenschlag gewarnt, der sich nie ändern wird?

Wird er auch nicht.

Wer diese schwierige Phase überstehen will, muss Kompromisse eingehen und miteinander kommunizieren.

Verhaltensweisen lassen sich ändern, der Charakter hingegen nicht.

Die Partner müssen sich so akzeptieren, wie sie sind. Schaffen sie das, kommen sie in ruhigere Beziehungsgewässer.

Der Alltag ruft.

4. Die Phase der Entscheidung

Das verflixte siebente Jahr gibt es tatsächlich.

Nach den ersten drei Phasen einer Beziehung lebt das Paar mehrere Jahre zusammen, doch nach etwa sechs Jahren beginnen einige zu zweifeln.

Allgemeine Zweifel können auch erst nach acht oder zehn Jahren kommen, aber sie kommen bestimmt.

Die kleinen Machtkämpfe sind längst Vergangenheit, die Familie ist in den Vordergrund getreten, Kinder wurden geboren, Karrieren gefestigt – oder aufgegeben.

In der Regel hat ein Part in der Beziehung immer zurückgesteckt, um dem anderen Freiraum zu lassen.

Jetzt wird Bilanz gezogen und die Beziehung in Frage gestellt.

Ist der gemeinsame Weg der richtige?

Was ist wichtiger: Ich, Du oder Wir?

Jetzt entscheidet sich endgültig, ob man als Paar zusammenbleibt.

Die eigene Persönlichkeitsentwicklung wird kritisch hinterfragt.

Man sieht sich zwar als Paar, das zusammengehört, benötigt aber auch Raum für sich selbst.

Alte Freundschaften werden gefestigt, man versucht, eine Balance zu finden, ohne den Zusammenhalt zu vernachlässigen.

Die Erkenntnis, dass der Partner eigenständig ist, aber trotzdem für ein „Wir“ unverzichtbar bleibt, gibt Sicherheit und hilft, diese Phase zu meistern.

5. Die Phase der Sicherheit

Du bist mein Zuhause.

Von allen Phasen einer Beziehung ist diese Phase der Liebe die schönste und tiefste.

Wer es bis hierhin geschafft hat, kann von echter, wahrer und großer Liebe sprechen.

Die Partner verstehen und vertrauen sich blind.

Der Sex ist seltener, aber intensiver, zärtlicher und erfüllend.

Eskapaden sind ebenfalls seltener, man hat sich ausgetobt.

Zufriedenheit und Vertrauen schaffen eine sichere Basis.

Alle Kämpfe sind beendet, Höhen und Tiefen wurden erlebt und Probleme gemeistert.

Die Gemeinsamkeiten treten wieder in den Vordergrund, man kennt die Stärken und Schwächen des Partners und kann deshalb die Partnerschaft verstärkt nach außen leben und in der Gesellschaft füreinander einstehen.

Das Paar fühlt sich miteinander geborgen, möchte und kann miteinander alt werden.

Leider erreichen nicht alle Menschen diesen Beziehungshöhepunkt und scheitern aufgrund fehlender Akzeptanz bereits in den ersten drei bis vier Phasen einer Beziehung.

Wenn die Liebe tatsächlich unwiderruflich auf der Strecke geblieben ist, dann ist eine Trennung unvermeidlich.

Wer es jedoch schafft und die fünfte und letzte Beziehungsebene erreicht, erkennt auch den Sinn des Lebens.

Ab jetzt richtet sich die Partnerschaft nach individuellen Regeln, die von außen nur schwer durchbrochen werden können.

Das Paar ist zu einer untrennbaren Einheit zusammengewachsen. Endloses Vertrauen kennzeichnet diese letzte Beziehungsphase.

Ewige Liebe ist das Ziel sämtlicher Phasen

Die Anfangs-Phasen einer Beziehung grenzen sich deutlich von der letzten Phase ab. Diese ist jedoch nicht das Ende der Liebe.

Im Gegenteil.

Die Liebe bekommt nur eine andere Qualität und wird mit Glück gleichgesetzt.

Streit ist übrigens wichtig für eine gute Beziehung, ebenso wie Gespräche, um solche kleineren Konflikte aus der Welt zu schaffen.

Wann also sind wir glücklich?

Wenn eine Beziehung funktioniert und lange hält – möglichst ein Leben lang.

Das funktioniert jedoch nur, wenn beide Partner bereit sind, die Partnerschaft nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Gelingt dies, wird die Beziehung nie langweilig und hat auf Dauer Bestand.

Wir wünschen Ihnen ein langes, gemeinsames und glückliches Leben.

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